Engere Kooperation Kreis Kleve und Veiligheidsregio´s

01-12/17


Am 29. November 2017 wurde im Euregio-Forum eine „Vereinbarung über eine Kooperation im Bereich der Katastrophenprävention“ zwischen dem Kreis Kleve und der Veiligheidsregio Limburg-Noord, der Veiligheidsregio Gelderland-Zuid, der Veiligheidsregio Noord-Oost Gelderland und der Veiligheids- en Gezondheidsregio Gelderland-Midden unterzeichnet.

 

Die mit 138 Kilometern lange gemeinsame Grenze des Kreises Kleve mit dem Königreich der Niederlande bietet in vielerlei Hinsicht Gelegenheiten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Ob deutsch-niederländische Förderprojekte im wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich, ob Pendlerströme in die eine oder die andere Richtung zwischen Wohnort und Arbeitsstätte, ob grenzüberschreitendes Einkaufen oder der Kurzurlaub im jeweiligen Nachbarland: die Grenznachbarn verstehen sich seit langem als Partner und Freunde. Auch die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz hat eine lange Tradition. Die Hilfe und die Unterstützung des jeweiligen Nachbarn ist für beide Seiten seit langem eine Selbstverständlichkeit, die nun durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung weiter gefestigt wurde. „Die gegenseitige Hilfe und Unterstützung im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger ist – wie es sich unter Partnern und Freunden gehört – auf beiden Seiten der Grenze von jeher Teil des Selbstverständnisses einer guten Nachbarschaft“, betonte Landrat Wolfgang Spreen bei seiner Begrüßung im Euregio-Forum der Euregio Rhein-Waal. Er dankte allen für ihr Engagement und ihre Mitwirkung im Interesse der gemeinsamen Sache: „Es ist uns in partnerschaftlicher Zusammenarbeit gelungen, eine gemeinsame Vereinbarung über die zukünftige Kooperation im Bereich der Katastrophenschutz-Prävention abzustimmen, die allen Partnern auf beiden Seiten der Grenze gerecht wird und die es nun in Zukunft mit Leben zu füllen gilt.“ Als Vertreter aller vier Veiligheidsregios (Sicherheitsregionen) sprach Bürgermeister Hubert Bruls aus Nijmegen: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat eine sehr große Bedeutung. Hochwasser oder eine Giftwolke machen nicht an einer Grenze Halt. Darum müssen wir beim Krisenmanagement und bei der Gefahrenabwehr gut zusammenarbeiten. Und dies nicht nur, wenn der Krisenfall eintrifft, sondern auch im Vorfeld, beispielsweise durch das Erstellen von Plänen und mit entsprechenden Übungen. Deshalb bin ich froh, dass heute unser gutes Miteinander, das durch die praktische Zusammenarbeit entstanden ist, nun auch mit einem Vertrag abgerundet wird. Ein Abkommen mit weitreichender Bedeutung!“

Gemeinsam mit Bürgermeister Hubert Bruls aus Nijmegen für die Veiligheidsregio Gelderland Zuid, Bürgermeister Jan-Willem Wiggers aus Hattem für die Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland, Bürgermeister Ahmed Marcouch aus Arnhem für die Veiligheids- en Gezondheidsregio Gelderland-Midden und Bürgermeister Jos Hessels aus Echt-Susteren für die Veiligheidsregio Limburg-Noord unterzeichnete Landrat Wolfgang Spreen anschließend die Kooperationsvereinbarung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Feuer- und Katastrophenschutz. An der Veranstaltung nahmen auch Konsul Hans van den Heuvel vom Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, Freddy B. Heinzel als Honorarkonsul des Königreichs der Niederlande sowie weitere Gäste aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter der Feuerwehr teil.

 

Langjährige Kooperation

Die nun unterzeichnete Vereinbarung festigt eine traditionsreiche, gute Nachbarschaft. Insbesondere beim Brandschutz und beim Rettungsdienst ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelebte Praxis. Auch beim Katastrophenschutz können die Partner auf eine langjährige Zusammenarbeit blicken. Nachdem dieser Bereich in den Niederlanden seit wenigen Jahren aufgrund gesetzlicher Änderungen im Zuständigkeitsbereich der Veiligheidsregios liegt, sollte die grenzüberschreitende Kooperation neu strukturiert werden. Ziel war es, eine gemeinsame Vereinbarung mit allen vier an den Kreis Kleve angrenzenden Veiligheidsregios auf den Weg zu bringen. Diese Kooperationsvereinbarung wurde nun in Kleve feierlich unterzeichnet wurde. Anschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Austausch.

 

Foto:

Unterzeichneten im Euregio-Forum in Kleve die deutsch-niederländische Kooperationsvereinbarung zur Katastrophenschutz-Prävention (v.re.n.li.): Burgemeester Ahmed Marcouch, Landrat Wolfgang Spreen, Burgemeester Jan Willem Wiggers, Burgemeester Hubert Bruls und Burgemeester Jos Hessels.

Foto: Kreis Kleve


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