Vincent Pijnenburg

Ich bin in Venlo an der deutsch-niederländischen Grenze geboren und aufgewachsen. Nachdem ich mein Studium der Raumplanung und regionalen Entwicklung an der Radboud Universität mit Bachelor und Master abgeschlossen hatte, habe ich ein Jahr für die Gemeinde Venlo gearbeitet. Seit 2014 arbeite ich im Lektorat „Fontys Crossing Borders” an der Fontys Hochschule in Venlo. Dabei handelt es sich um ein Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Nachdem ich vier Jahre als Promotionsdozent gearbeitet habe, bin ich mittlerweile Koordinator des Teams. Darüber hinaus bin ich Vorsitzender des grenzüberschreitenden Business Clubs Maas Rhein. Und nächstes Jahr im Frühjahr werde ich voraussichtlich zum Thema „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Raumplanung“ promovieren.

 

Wie kommt es, dass Sie sich mit Deutschland so gut auskennen?

Ich bin an der deutsch-niederländischen Grenze geboren und aufgewachsen. Mit meinen Eltern und meiner Schwester war ich häufig am Niederrhein unterwegs – zur Erholung. Und in den letzten Jahren bin ich im Grenzgebiet viel Fahrrad gefahren. Seit 2014 bin ich an der Fontys Hochschule in Venlo, im Lektorat Fontys Crossing Borders, tätig. Und seit fast fünf Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema „Grenze“: in grenzüberschreitenden Projekten, meiner Doktorarbeit (offiziell als externer Doktorand der Radboud Universität Nimwegen), als Präsident des grenzüberschreitenden Business Clubs Maas Rhein und als Vorsitzender des Ausschusses Internationalisierung von Ondernemend Venlo.

 

Warum finden Sie es wichtig, dass Schüler sich mit der Sprache und Kultur ihres Nachbarlandes auseinandersetzen?

Deutschland, und insbesondere NRW, ist für die Niederlande der wichtigste Handelspartner. Deswegen ist es wichtig, dass man einander kennenlernt, einander versteht. Nur wenn man einander wirklich gut versteht, kann man gemeinsam Geschäfte machen – ohne dass beide auf Englisch als Fremdsprache zurückgreifen müssen. Darüber hinaus, haben wir als Region eine gemeinsame Geschichte. Es gibt deswegen sehr viele Verbindungen zwischen beiden Seiten der Grenze. Wenn wir einander zukünftig nicht mehr kennen, wird es schwieriger einen Arbeitsplatz auf der anderen Seite der Grenze zu bekommen.

 

Sind Sie trotz Ihrer Deutschland-Expertise selbst schon einmal in ein Fettnäpfchen getreten?

Unbedingt. Als ich vor einigen Jahren nicht so aktiv in Deutschland war, sagte ich manchmal „du“, war ich zu locker in die Kommunikation und setzte mich manchmal auf den Stuhl des Präsidenten.