Die digitale Schule

Keine Frage, im privaten Umfeld spielt die Digitalisierung für uns alle eine wichtige Rolle. Aber was meint ihr: Sind die Niederländer als digitale Vorreiter den Deutschen auch im Bereich der Bildung eine Nasenlänge voraus?

 

Digitale Schule

Das Smartphone in der Hand – kein ungewöhnlicher Anblick in den Workshop-Pausen beim euregionalen Schulwettbewerb. „Die Jugend von heute“, denke ich und korrigiere mich unwillkürlich selbst. Auf die „Jugend“ lässt sich dieses Phänomen wohl nicht ausschließlich reduzieren. Der Griff zum Handy ist auch für mich Gewohnheit, und sei es nur der kurze Blick, um zu überprüfen, ob eine Nachricht eingegangen ist.

 

Mein Blick schweift weiter durch den Raum und ich stelle fest: Es ist ein recht homogenes Bild – deutsche und niederländische Schüler starren gleichermaßen gebannt auf die kleinen Displays. Eine Frage drängt sich mir auf: Die Digitalisierung scheint allgegenwertig, wie mag das in der Schule sein? Und gibt es dort Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland?

 

Ich kann es mir zumindest vorstellen. Schließlich zählen unsere westlichen Nachbarn zu den Vorreitern in den Bereichen Digitalisierung und moderne Technologien. Eines der besten Beispiele hierfür dürfte wohl der niederländische Verwaltungsapparat sein; Stichwort DigiD. Egal ob Steuererklärung, Kindergeldantrag oder Krankenversicherungsangelegenheiten – viele Behörden arbeiten mit der digitalen Identität. Und diese erspart dem Niederländer den wortwörtlichen Behördengang. Der ist, ihr kennt es vielleicht von euren Eltern, bei uns zulande häufig mit Nummern ziehen und laaangen Wartezeiten verbunden. Ach ja, die arbeitnehmerunfreundlichen Öffnungszeiten nicht zu vergessen – ihr werdet es erleben :-)

 

Die Vermutung liegt nahe, dass ein solcher digitaler Vorsprung auch in anderen Bereichen – wie dem Bildungswesen – zu finden ist. Zumal die in Deutschland bestehenden Defizite in der Presse allgegenwärtig sind. Doch die jüngsten Meldungen geben Grund zur Hoffnung. Denn eine Grundgesetzänderung wird auf den Weg gebracht, die es dem Bund ermöglicht, die Digitalisierung von Deutschlands Schulen zu fördern. Von Investitionen in Milliardenhöhe ist die Rede…

 

Was meint ihr? Wie sollte das Geld im Bereich der (digitalen) Bildung investiert werden? Tablets, Dateninfrastruktur, WLAN, Lernplattformen, digitale Tafeln oder vermisst ihr etwas ganz anderes? Und liebe Nachbarn: Wie sieht bei euch „digitale Schule“ eigentlich aus? Schreibt eure Meinung unter das Posting zu diesem Blogbeitrag auf https://www.facebook.com/kennedeineburen/.

 

Carina