Falsche Freunde, wer kennt sie nicht?

Wer eine Fremdsprache lernt, begegnet ihnen unweigerlich: falschen Freunden (auf Niederländisch „valse vrienden“).  Worte oder Ausdrücke, die sich in beiden Sprachen sehr ähnlich anhören, aber trotzdem eine ganz andere Bedeutung haben.  Die Fettnäpfchen-Gefahr ist besonders groß, wenn die Sprachen miteinander verwandt sind – so wie Deutsch und Niederländisch. Sie gehören zur gleichen indoeuropäischen Sprachfamilie.

 

Auch ich als Niederländerin kann ein Lied davon singen. Ein klassischer Fehler passierte mir im Deutsch-Unterricht zum Beispiel bei der Verwendung des Wortes „bellen“. Für Niederländer ziemlich tricky. Wenn wir „bellen“, rufen wir nämlich jemanden an. Übertragen wir das eins zu eins ins Deutsche und sagen „Mein Freund hat gebellt“, ernten wir komische Blicke. Ups! In den Niederlanden bellen die Menschen, in Deutschland die Hunde …
 

Falsche Freunde können für lustige, manchmal aber auch für peinliche oder verwirrende Momente sorgen. Verwendet ein Deutscher das Wort „doof“, um jemanden zu beschreiben, bezeichnet er ihn als einfältig, beschränkt oder auch als lästig. Wenn in den Niederlanden jemand „doof“ ist, kann er schlichtweg nichts hören.
Auch der deutsche Ausdruck „Das ist doch nicht schlimm“, kann für Verwirrung sorgen. Das deutsche „schlimm“ hat nämlich nichts mit unserem niederländischen „slim“ zu tun. Wenn wir etwas „slim“ finden, hat jemand einen klugen Vorschlag gemacht.
 

Noch mehr falsche Freunde findet ihr hier.

 

Corine