Hansestädte arbeiten grenzübergreifend zusammen

29-01/19


Augmented Reality macht die Geschichte der Hansestädte erlebbar

 

Die Hansestädte haben eine reiche mittelalterliche Geschichte. In der Blütezeit gehörten der Hanse rund 200 Hafen- und Binnenstädte an von der niederländischen Zuidersee bis zum baltischen Estland. Dazu gehörten auch Städte am Niederrhein wie Emmerich am Rhein, Kalkar mit Grieth, Wesel und Neuss. In den Niederlanden waren etwa Kampen, Deventer oder Zutphen Teil der Hanse.

 

Insgesamt 14 deutsche und niederländische Hansestädte werden nun in den nächsten drei Jahren zusammenarbeiten im Rahmen eines grenzüberschreitenden Interreg-Programms, das unter anderem mit Mitteln der EU und der NRW-Landesregierung gefördert wird. Die Federführung des Projekts liegt bei Toerisme Veluwe Arnhem Nijmegen, die von den Projektpartnern Niederrhein Tourismus, MarketingOost und Achterhoek Toerisme unterstützt werden. Ziel ist es, die Ursprünge der Hanse wieder sichtbarer und in den alten Hansestädten erlebbarer zu machen für die Bewohner und Besucher.

 

Davon soll auch ein touristischer Impuls für den Niederrhein ausgehen. „Wir wollen den Gästen zeigen, welche Spuren die Hanse hinterlassen hat etwa mit den bedeutenden Bauwerken wie dem Willibrordi-Dom oder der Historischen Rathausfassade in Wesel und der kopfsteingepflasterte Marktplatz in Kalkar mit seinem gotischen Rathaus, der Nikolaikirche und den Treppengiebelhäusern. Das sind bis heute steinerne Zeugen des Reichtums, den der Handel per Schiff den Hansestädten auch am Niederrhein brachte“, sagt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin des Niederrhein Tourismus.

 

Das Projekt bietet Chancen, moderne Hanseprodukte zu entwickeln. So wird eine internationale Hanse-Fahrradroute entwickelt, die die niederländischen Hansestädte mit den deutschen entlang des Rheins verbinden soll. Grundlage bildet das Knotenpunktsystem des Radwegenetzes. Entlang der Route soll es zudem Informationspunkte geben, an denen man via Smart Phone zurück in die Zeit der Hanse reisen kann. Es sollen historische Erzählungen entwickelt werden, die den Alltag zur Hansezeit lebendig werden lassen. „Das Projekt schafft einen weiteren attraktiven Anreiz, die Region zwischen Rhein und Maas mit dem Fahrrad kennen zu lernen“, so Baumgärtner.

 

Das Interreg-Programm Deutschland-Niederlande

Das Projekt "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Hansestädte - damals und heute" wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Niederlande durchgeführt und von der Europäischen Union, dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima, dem MWIDE NRW, der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie den Provinzen Gelderland und Overijssel mitfinanziert. Das Projekt wird durch ein Netzwerk aus regionalen (Tourismus-)Organisationen, den lokalen

Tourismusbüros, den Gemeinden und einem Cluster von (Tourismus-)Unternehmen entlang der Strecke unterstützt. NBTC Holland Marketing, Erfgoed Gelderland und die Radboud University beteiligen sich ebenfalls an dem Projekt.

 


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