Geschichte der Euregio Rhein-Waal

In der Region rund um Kleve, Emmerich, Arnhem und Nijmegen hatte der zweite Weltkrieg tiefe Wunden hinterlassen. Aus anfänglich privaten Kontakten entstand erst langsam wieder ein grenzüberschreitender Austausch auf offizieller Ebene.

 

1963
Erste gemeinsame Konferenz der Gemeinden Kleve, Emmerich, Arnhem und Nijmegen zum Thema grenzüberschreitende Perspektiven durch den Bau "Rijksweg 15" (heute A3/A12). Weitere Konferenzen folgen.

 

1971
Grenzgemeinden und Wirtschaftsverbände gründen die "Arbeitsgemeinschaft Regio Rhein-Waal". Im Verlauf der 70er Jahre institutionalisierte sich die Arbeitsgemeinschaft immer stärker.

 

1978
Der Rat der Regio Rhein-Waal nimmt seine Arbeit auf. In ihrer neuen Satzung erklärt die Arbeitsgemeinschaft die Stärkung der wirtschaftlichen Strukturen, die Intensivierung der sozialen und kulturellen Kontakte und die Tourismusförderung in der Grenzregion zu ihren Hauptzielen.

 

1993
Aus der Regio Rhein-Waal wird die Euregio Rhein-Waal. Auf der Grundlage des Vertrages von Anholt (23.05.1991) wird die Euregio der erste grenzüberschreitende, öffentlich-rechtliche Zweckverband in Europa.


Die Euregio Rhein-Waal hat sich von einer losen Organisation für grenzüberschreitende Zusammenarbeit hauptsächlich grenznah gelegener Kommunen zu einem öffentlich-rechtlichen Zweckverband mit 55 Mitgliedern entwickelt. Erstreckte sich das Arbeitsgebiet in den 70er Jahren auf 1600 km² mit insgesamt 750.000 Einwohnern, so erstreckt es sich heute über eine Fläche von 8663 km², in der rund 4,2 Mio. Menschen leben.