Aufklärungsforschung neuer Geschäftsmodelle für kleine Gärtner

18-01/2018


Euregio-Forum, Emmericher Straße 24, 47533 Kleve

Niederländische und deutsche Gärtner haben zusammen an der Realisierung der Marktforschung gearbeitet, die als Grundlage neuer Geschäftsmodelle für kleine Gärtner in der Euregio Rhein-Waal fungieren wird.

 

Hierbei handelt es sich um Geschäftsmodelle, in der internationale Zusammenarbeit, regionale Produktion und regionaler Verkauf die zentrale Grundlage bilden, mit 'vergessenen', 'neuen', und biologischen Gemüsesorten als Schwerpunkt. Am 18. Januar 2018 werden die Ergebnisse der Forschung in einem Seminar präsentiert. 

 

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und Gartenbau: Gemeinsam stärker!

Die Förderung der Integration Europas und das Verschwinden der nationalen Grenzen sind Hauptanliegen der Euregio Rhein-Waal; einem Zweckverband, dem circa 55 Kommunen und regionale Behörden aus dem Grenzgebiet rundum den Rhein, Maas und Waal angeschlossen sind. Das Ziel der Euregio Rhein-Waal ist die Verbesserung und Intensivierung grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Euregio hilft Partnern gemeinsame Initiativen zu starten und somit Synergieeffekte zu nutzen. Ein wichtiger und potentieller Synergieeffekt liegt in der Landwirtschaft und im Gartenbau auf beiden Seiten der Grenze. Im Bereich des Agrarhandels sind die Niederlande und Deutschland bereits stark miteinander verbunden. Aus dem niederländischen Export geht mehr als 25% bereits nach Deutschland, und mit mehr als €10,7 Mrd. ist Deutschland das wichtigste Herkunftsland importierter, agrarischer Produkte in den Niederlanden.

 

Herausforderungen der kleinen Gärtner im Rhein-Waal-Gebiet          

Das Rhein-Waal-Gebiet in den Niederlanden und in Deutschland wird durch seine starke Position im Obst- und Gemüsesektor gekennzeichnet. Jedoch werden insbesondere kleine Gärtner mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Wegen Erweiterungen, immer wachsender Konkurrenz, dem Preis- und Margendruck, haben verschiedene kleine Gärtner das Bedürfnis geäußert, auf ein anderes Finanzierungsmodell umzusteigen. Ein Modell bei dem Kettenverkürzung, internationale Zusammenarbeit, Qualität anstatt Quantität, regionale Produktion und Verkauf (local-to-local) gewählt werden mit Schwerpunkt auf 'vergessene', 'neue' und biologische Gemüsesorten. Zusammen mit sechs Projektpartner, wurde 2016 in der Euregio Rhein-Waal eine Machbarkeitsstudie gestartet, wobei untersucht wurde, ob genügend Potential für neue Geschäftsmodelle vorhanden ist. Die Euregio Rhein-Waal unterstützt dieses Projekt im Rahmen des People to people-Programmes und zwar mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm INTERREG V A.

 

Präsentation der Ergebnisse im Seminar am 18. Januar 2018

In der Periode 2016-2017 wurde unter Leitung von Bluehub und Projektträger C. Neijenhuis, Bioland-Gärtnerei Brands, Büsch Naturkost, Aleven Groente und People's Farm, an dem Zustandekommen der Aufklärungsforschung gearbeitet. Am Donnerstag den 18. Januar 2018 (15:00 – 18:00) werden die Ergebnisse der Forschung während eines Seminars bei der Euregio Rhein-Waal in Kleve präsentiert. Das Seminar ist kostenfrei und unverbindlich, und alle Interessenten innerhalb und außerhalb des Rhein-Waal-Gebietes sind herzlich eingeladen! Mitte Dezember wird das komplette Seminar-Programm kommuniziert.